Neustart für den Einzelhandel

Lesson 1

Weckruf für den Einzelhandel 

Das Jahr 2020 hat es in sich – ganz besonders für den Einzelhandel. Zum einen sind kleine Anbieter in den Social-Media-Kanälen groß rausgekommen. Klar: Frische Produkte von lokalen Bauern, vor die Haustür geliefert, schmecken nicht nur gut; sie geben das gute Gefühl, zu wissen, wo sie herkommen. Das Kleid des jungen Instagram Designers kommt mit einem ganz persönlichen Verkaufsprozess ... und so weiter. 

Dahinter steckt mehr: Was uns als Menschen beschäftigt, ist die soziale Interaktion – auf den ersten Blick ein offensichtlicher Vorteil für kleinere und kleinste Anbieter, sei es offline oder online. Und das kam dabei raus: In einer auf den Kopf gestellten Welt haben Käufe über soziale Plattformen – wie Facebook, Instagram oder TikTok - eine persönliche Verbindung und Vertrauen hergestellt, in einer physisch getrennten Welt. Soziale Medien und andere digitale Kanäle mussten buchstäblich menschlich berühren.  

 Für viele große Unternehmen waren das keine guten Nachrichten. Die Nischenanbieter wuchsen zu Konkurrenz – attraktiv sogar für viele, die immer treue Kunden des stationären Einzelhandels gewesen sind; das traf viele Anbieter am härtesten. Obendrein kam diese Entwicklung mit einem beneidenswerten Extra: Auf einmal ist es nicht der Preis, der über den Kauf entscheidet! 

 Also: Was tun? Selbst kleiner werden? Nein! Als großes Unternehmen steht Ihnen eine ganz andere Infrastruktur zur Verfügung – die erst einmal erfasst und dann strategisch angewendet werden muss. Hier liegt ein großes Potenzial, das die meisten Unternehmen noch nicht richtig auszuschöpfen wissen. Denn die neuen Akteure im Einzelhandel haben vor allem einen wichtigen Fakt aufgedeckt, dem die Branche seit Jahren nicht gerecht wird: Käufer wollen nicht wie Nummern behandelt werden.  

 Genau da gilt es jetzt anzusetzen: Kundendaten sind meistens über verschiedenste Quellen verteilt. Dieses Problem können große Anbieter nur mit konsequenter Digitalisierung lösen. Was nicht bedeutet, dass man etwa den stationären Handel aufgeben sollte. Ganz im Gegenteil: Die Ladengeschäfte müssen Teil einer Strategie werden, deren Rückgrat aus Daten besteht; sie können nicht länger als eigenständige Lösungen funktionieren.  

 Kombinieren Sie stattdessen die Online- und Offline-Erfahrung mit Ihren unbezahlbaren Vorteilen an klarer Skalierbarkeit, soliden Daten sowie Produktvielfalt – und mit den Ladengeschäften als idealen Konvertierungspunkten für virtuelle und reale Erfahrungen. Was bedeutet, dass Sie nicht nur jeden Markt individuell ansprechen sollten, sowohl sprachlich als auch kulturell … das ist nämlich erst der Anfang. In Wirklichkeit können Sie Personalisierung auf einem ganz anderen Niveau verwirklichen.  

Wie Sie das optimal hinbekommen – und was danach kommt? Wir sagen es Ihnen mit den nächsten Lektionen, Schritt für Schritt.  

Für heute, lassen Sie uns noch einmal die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Lektion zusammenfassen

  • Käufer wollen nicht wie Nummern behandelt werden. Ironischerweise können große Anbieter dieses Problem nur mit konsequenter Digitalisierung lösen.   
  • Die Ladengeschäfte müssen Teil einer Strategie werden, deren Rückgrat aus Daten besteht; sie können nicht länger als eigenständige Lösungen funktionieren.   
  • Kombinieren Sie stattdessen die Online- und Offline-Erfahrung mit Ihren unbezahlbaren Vorteilen an klarer Skalierbarkeit, soliden Daten sowie Produktvielfalt – und mit den Ladengeschäften als idealen Konvertierungspunkten für virtuelle und reale Erfahrungen. 

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